Zeitgeschichtliches Dokument?

16. 08. 2020

Herrn
Gerolf Fritsche

Betr.: „Deutsche Geschichte in der Weimarer Republik und im 3. Reich bis 1945.“

Sehr geehrter Herr Fritsche,

Als Funktionär des Bundes der Vertriebenen (BdV) zeichnen Sie verantwortlich für den von Ihnen als „zeitgeschichtliches Dokument“ veröffentlichten Beitrag, den mir übrigens Herr Zemella freundlicherweise zusandte. Ich habe ihn mit großem Interesse zur Kenntnis genommen.

Allerdings trifft Ihre von Ihnen als „sachbezogen und unideologisch“ bezeichnete Darstellung der Epoche Weimarer Republik mit anschließendem Nationalsozialismus m. E. nicht zu, sondern ist politisch korrekt und somit verfälscht zu Lasten unseres Vaterlandes Deutschland abgefaßt. Ich erlaube mir daher, Ihren öffentlichen Aufsatz meiner öffentlichen Kritik zu unterziehen, wozu ich, als Überlebender des Vertreibungs-Holocaust, mich zusätzlich berechtigt sehe.

Sie schreiben: „Im Versailler Vertrag wurden der jungen deutschen Republik außerdem erhebliche Reparationszahlungen auferlegt, die mit der Konfiszierung von Rohstoffen und sogar mit der Wegnahme von Waren verbunden waren. Das erschwerte die Erholung der Wirtschaft erheblich…“

Der verbrecherische Versailler Vertrag mußte unweigerlich zum 2. WK führen1, die von Ihnen als erheblich angegebenen Reparationszahlungen endeten im Jahre 2010, 92 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg; deutsche Arbeiter, die ohnehin schon hungern mußten, wurden in der Weimarer Zeit von den Siegern gezwungen, Industrie-Anlagen zu demontieren, um sich selber arbeitslos zu machen; aber für Sie erschwerte das die Erholung der Wirtschaft erheblich.

Warum Ihre geradezu peinliche Verharmlosung dieses hochkriminellen, überaus folgenschweren, von kriegslüsternen und habgierigen Verbrechern quasi mit vorgehaltener Pistole zur Unterschrift gezwungenen Vertrages?

Ferner schreiben Sie: „Die politischen Verwerfungen, die die Weltwirtschaftskrise 1929 heraufbeschwor, ermöglichten ab 1930 den Aufstieg Hitlers.“

Nein, Herr Fritsche, es waren nicht die politischen Verwerfungen, die den Aufstieg Hitlers ermöglichten, sondern es war die völlige politische Rechtlosmachung und das wirtschaftliche Elend unseres Volkes, nicht zuletzt verschuldet durch den Dolchstoß der Kommunisten vor Kriegsende, und letztendlich das Versagen aller demokratischen Parteien, Deutschland aus dieser Not zu führen; Parteien, vor allem die Sozialdemokraten, hatten 14 Jahre lang Zeit gehabt, ihr Können zu beweisen und – wie Hitler in seinem „Aufruf an das deutsche Volk“ treffend sagte – nichts als ein Trümmerfeld hinterlassen.

Und dann kommen Sie auf „die Geschichte Deutschlands in der Hitlerdiktatur“ und beginnen gleich mit der zum Erbrechen bekannten, Hitler versteckt die Schuld zuweisenden Propaganda-geschichte vom Reichstagsbrand:

Als eine der ersten Maßnahmen seiner Kanzlerschaft erwirkte Hitler die Neuwahl des Reichstages am 5. März dieses Jahres. Am 27. Februar 1933, just in der heißen Phase des Wahlkampfs brannte der Reichstag. Keiner Seite nutzte der Brand mehr als der NSDAP. Dennoch konnte weder im folgenden Prozeß noch in allen Untersuchungen der Nachkriegszeit die Brandstiftung der NSDAP bewiesen werden. Als einziger Täter wurde der niederländische Kommunist van der Lubbe im Gebäude gefaßt und daraufhin der Linken eine Verschwörung gegen den Staat angelastet. Schon am nächsten Tage gestattete eine von Reichskanzler erwirkte Notverordnung der Gestapo die Verhaftung linker Funktionäre, darunter auch Kandidaten der Kommunisten, die für den Reichstag kandidierten. Einige waren bei der Wahl am 5. März schon nicht mehr in Freiheit.“

Beweise sind zwar nicht vorhanden, aber Hitler für jede Schandtat zu verdächtigen, ist offenbar nie verkehrt.

Nun kommen Sie auf das Ermächtigungsgesetz zu sprechen: „Bei der ersten Arbeitssitzung am 23. März brachte seine Regierung das ‚Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich‘, das sogenannte Ermächtigungsgesetz ein, welches den Gesetzeserlaß künftig ohne Reichstagsbeteiligung zuließ. Ihm stimmten alle anwesenden Parteien des Reichstages zu. Nur die 120 (von 647) Sozialdemokraten widersetzten sich einmütig. Otto Wels begründete ihre Ablehnung. Seine Worte an diesem Tag gehören zu den großartigsten des deutschen Parlamentarismus. Wie mutig und weitsichtig sie waren, ermißt erst, wer weiß, daß damals honorige Leute den Versprechungen der NSDAP erlagen. Auch überzeugte Liberale, die über jeden Verdacht erhaben sind, Gefolgsleute Hitlers gewesen zu sein, stimmten ihrer eigenen Entmachtung, nämlich der des Parlaments, zu, z. B. Theodor Heuß, der spätere 1. Bundespräsident der Bundesrepublik ab 1949.“

Zuerst einmal: Die honorigen Leute, wie Theodor Heuß und andere, erlagen keineswegs den Versprechungen der NSDAP, sondern sie stimmten mit Ja, weil sie die Versprechungen Hitlers richtig einschätzten. Denn das, was er versprach, innerhalb von 4 Jahren zu erreichen – u. a. Rettung des Arbeiters, des Bauernstandes, Sanierung der Wirtschaft, Bekämpfung des zerstörenden Kommunismus zugunsten einer segensreichen Volksgemeinschaft – ist ihm glänzend gelungen. Sollte Ihnen entgangen sein, daß die bekannten Kriegstreiber Hitlers Friedens- und Aufbaupläne unter allen Umständen zunichte machen wollten, was ihnen ja auch gelungen ist?

Auch Ihre byzantinistischen Lobeshymnen auf Otto Wels und die Sozialdemokraten werden der Sache nicht gerecht. Rekapitulieren wir das Wesentliche von der damaligen Rede Otto Wels‘ und der darauffolgenden Antwort des Reichskanzlers Adolf Hitler. Daß ich den größten Teil beider Reden zitiere, sei mir nachgesehen, doch lohnt es sich zur Bewertung allemal.

Otto Wels: „Nie hat uns irgendein Grundsatz unserer Partei daran hindern können oder gehindert, die gerechten Forderungen der deutsche Nation gegenüber den anderen Völkern der Welt zu vertreten. Der Herr Reichskanzler hat auch vorgestern in Potsdam einen Satz gesprochen, den wir unterschreiben. Er lautet: ‚Aus dem Aberwitz der Theorie von ewigen Siegern und Besiegten kam der Wahnwitz der Reparationen und in der Folge die Katastrophe der Weltwirtschaft‘. Dieser Satz gilt für die Außenpolitik; für die Innenpolitik gilt er nicht minder. Auch hier ist die Theorie von ewigen Siegern und Besiegten, wie der Herr Reichskanzler sagte, ein Aberwitz.

Das Wort des Herrn Reichskanzlers erinnert uns aber auch an ein anderes, das am 23. Juli 1919 in der Nationalversammlung gesprochen wurde: Da wurde gesagt: ‚Wir sind wehrlos, wehrlos ist aber nicht ehrlos. Gewiß, die Gegner wollen uns an die Ehre, daran ist kein Zweifel. Aber daß dieser Versuch der Ehrabschneidung einmal auf die Urheber selbst zurückfallen wird, es nicht unsere Ehre ist, die bei dieser Welttragödie zugrunde geht, das ist unser Glaube bis zum letzten Atemzug.‘ Zu dem Ausspruch des Herrn Reichskanzlers bildet jene Erklärung eine wertvolle Ergänzung. Aus einem Gewaltfrieden kommt kein Segen, im Innern erst recht nicht. Eine wirkliche Volksgemeinschaft läßt sich auf ihn nicht gründen. Ihre erste Voraussetzung ist gleiches Recht. Mag sich die Regierung gegen rohe Ausschreitungen der Polemik schützen, mag sie Aufforderungen zu Gewalttaten und Gewalttaten selbst mit Strenge verhindern. Das mag geschehen, wenn es nach allen Seiten gleichmäßig und unparteiisch geschieht, und wenn man es unterläßt, besiegte Gegner zu behandeln, als seien sie vogelfrei. Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.

Nach den Verfolgungen, die die sozialdemokratische Partei in der letzten Zeit erfahren hat, wird billigerweise von ihr niemand verlangen, daß sie für das hier eingebrachte Ermächtigungsgesetz stimmt. Die Wahl vom 5. März haben den Regierungsparteien die Mehrheit gebracht und damit die Möglichkeit gegeben, streng nach Wortlaut und Sinn der Verfassung zu regieren. Wo diese Möglichkeit besteht, besteht auch die Pflicht. Kritik ist heilsam und notwendig. Noch niemals, seit es einen deutschen Reichstag gibt, ist die Kontrolle der öffentlichen Angelegenheiten durch die gewählten Vertreter des Volkes in solchem Maße ausgeschaltet worden, wie es jetzt geschieht und wie es durch das neue Ermächtigungsgesetz noch mehr geschehen soll. Eine solche Allmacht der Regierung muß sich um so schwerer auswirken, als auch die Presse jeder Bewegungsfreiheit entbehrt. Meine Damen und Herren! Die Zustände, die heute in Deutschland herrschen, werden vielfach in krassen Farben geschildert. Wie immer in solchen Fällen fehlt es auch nicht an Übertreibungen. Was meine Person betrifft, so erkläre ich hier: Wir haben weder in Paris um Intervention gebeten noch Millionen nach Prag verschoben noch übertreibende Nachrichten ins Ausland gebracht. Solchen Übertreibungen entgegenzutreten wäre leichter, wenn im Inlande eine Berichterstattung möglich wäre, die Wahres vom Falschen scheidet. Noch besser wäre es, wenn wir mit gutem Gewissen bezeugen könnten, daß die volle Rechtssicherheit für alle wiederhergestellt sei. Das, meine Herren, liegt bei Ihnen.

Die Herren von der Nationalsozialistischen Partei nennen die von ihnen entfesselte Bewegung eine nationale Revolution, nicht eine nationalsozialistische. Das Verhältnis Ihrer Revolution beschränkt sich bisher auf den Versuch, die sozialdemokratische Bewegung zu vernichten, die seit mehr als zwei Menschenaltern die Trägerin sozialistischen Gedankengutes gewesen ist und auch bleiben wird. Wollten die Herren von der Nationalsozialistischen Partei sozialistische Taten verrichten, sie brauchten kein Ermächtigungsgesetz. Eine erdrückende Mehrheit wäre Ihnen in diesem Hause gewiß.(…)

Aber dennoch wollen Sie vorerst den Reichstag ausschalten, um ihre Revolution fortzusetzen. Zerstörung von Bestehendem ist aber noch keine Revolution. Das Volk erwartet positive Leistungen. Es wartet auf durchgreifende Maßnahmen gegen das furchtbare Wirtschaftselend..(,,,). Wir Sozialdemokraten haben in schwerster Zeit Mitverantwortung getragen und sind mit Steinen beworfen worden.(…) Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten. Das Sozialistengesetz hat die Sozialdemokratie nicht vernichtet. Auch aus neuen Verfolgungen kann die deutsche Sozialdemokratie neue Kraft schöpfen.“

Das also, sehr geehrter Herr Fritsche, waren zum größten Teil die Worte des sozialdemokratischen Abgeordneten Otto Wels. Lesen wir nun, was Reichskanzler Hitler antwortet:

Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt!

Die schönen Theorien, die Sie, Herr Abgeordneter, soeben hier verkündeten, sind der Weltgeschichte etwas zu spät mitgeteilt worden. Vielleicht hätten diese Erkenntnisse, praktisch angewendet vor Jahren, die heutigen Klagen von Ihnen erspart.

Sie erklären, daß die Sozialdemokratie unser außenpolitisches Programm unterschreibt, daß sie die Kriegsschuldlüge ablehnt, daß sie gegen die Reparationen sich wende. Nun erhebt ich nur die eine Frage: Wo war denn dieser Kampf in der Zeit, in der Sie die Macht dazu hatten? Sie hatten einst die Möglichkeit, dem deutschen Volk das Gesetz des inneren Handelns vorzuschreiben. Sie haben es auch auf anderen Gebieten gekonnt. Es wäre genauso möglich gewesen, der deutschen Revolution, die von Ihnen mit ausgegangen, denselben Schwung und die selbe Richtung zu geben, die einst Frankreich seiner Erhebung im Jahre 1870 gegeben hat. Es wäre in Ihrem Ermessen gewesen, die deutsche Erhebung zu einer wirklich nationalen zu gestalten, und Sie hätten dann das Recht gehabt, wenn die Fahne der neuen Republik nicht siegreich zurückgekommen wäre, immerhin zu erklären: Wir haben das Äußerste getan, um diese Katastrophe durch den letzten Appell an die Kraft des deutschen Volkes abzuwenden. In der Zeit mieden Sie den Kampf, den Sie heute in Worten plötzlich der Mitwelt mitteilen wollen.

Sie sagen, daß wehrlos nicht ehrlos ist. Nein, das braucht es nicht zu sein. Auch wenn wir wehrlos sein müßten: ich weiß, wir würden nicht ehrlos sein. Unsere Bewegung war dank der Unterdrückung durch Ihre Partei jahrelang wehrlos gemacht worden, ehrlos ist sie nie gewesen. Ich bin der Überzeugung, daß wir dem deutschen Volk den Geist einimpfen werden, der es auch bei seiner heutigen Wehrlosigkeit sicherlich, Herr Abgeordneter, nicht ehrlos sein lassen wird. Auch hier lag es ja an Ihnen, die sie fast 14 Jahre lang die Macht besessen haben, dafür zu sorgen, daß, wenn schon die äußere Welt uns unterdrückt, die Art, in der das deutsche Volk diese Unterdrückung entgegennimmt, dann aber wenigstens eine würdige ist. Sie hatten die Gelegenheit, gegen alle die Erscheinungen der Entwürdigung unseres Volkes aufzutreten. Der Landesverrat konnte von Ihnen genauso beseitigt werden, wie er von uns beseitigt werden wird. Sie haben kein Recht, diesen Anspruch überhaupt auf sich zu beziehen; denn dann hätten Sie damals, in jener Stunde, da jede Revolution Hochverrat in Tateinheit mit Landesverrat sein mußte, zu dieser Handlung nicht, auch nicht einmal indirekt, Ihre Hand bieten dürfen. Und Sie hätten es vermeiden müssen, daß man dann dem deutschen Volke auf Wunsch und Befehl des Auslands eine neue Verfassung aufoktroyierte. Denn daß ist nicht ehrenvoll, sich vom Feinde seine innere Gestaltung aufzwingen zu lassen.(…).

Sie sagen: Gleiches Recht! So wie wir es nach außen hin wünschen, so wünschen wir es auch nach innen. Für dieses ‚gleiche Recht‘, Herr Abgeordneter Wels, haben wir vierzehn Jahre gekämpft! Also reden Sie heute nicht von gleichem Recht!

Sie sagen, man solle einen Besiegten nicht für vogelfrei erklären. Nun, Herr Abgeordneter, vogelfrei sind w i r gewesen, solange S i e die Macht hatten.

Sie reden von Verfolgungen. Ich glaube, es sind wenige nur unter uns hier, die nicht die Verfolgungen von Ihrer Seite im Gefängnis büßen mußten. Es sind wenige unter uns, die Verfolgung von Ihrer Seite in tausendfältigen Schikanen und tausendfältiger Unterdrückung zu spüren bekommen haben! Und außer uns hier weiß ich eine Schar von Hunderttausenden, die einem System der Verfolgung ausgesetzt waren, das entwürdigend, ja geradezu niederträchtig sich an ihnen ausließ! Sie scheinen vergessen zu haben, daß man uns jahrelang die Hemden herunterriß, weil Ihnen die Farbe nicht paßte. Bleiben Sie jetzt nur im Bereich der Wirklichkeit! Aus Ihren Verfolgungen sind wir gewachsen!

Sie sagen weiter, daß die Kritik heilsam sei. Gewiß, wer Deutschland liebt, der mag uns kritisieren; wer aber eine Internationale anbetet, der kann uns nicht kritisieren! Auch hier kommt Ihnen die Erkenntnis reichlich spät, Herr Abgeordneter. Die Heilsamkeit der Kritik hätten Sie in der Zeit erkennen müssen, als wir uns in Opposition befanden. Damals sind Ihnen die Zitate noch nicht zu Gesicht gekommen, sondern damals hat man unsere Presse verboten und verboten und wieder verboten, unsere Versammlungen verboten und das Reden verboten, jahrelang! Und jetzt sagen Sie: Kritik ist heilsam! (…)

Ich habe Ihre Zeitung im Saargebiet gelesen, Herr Abgeordneter, und dieses Blatt treibt nichts anderes als dauernd Landesverrat, Herr Abgeordneter Wels, versucht dauernd dem Ausland gegenüber, Deutschland zu belasten, unser Volk vor der Welt mit Lügen in eine schiefe Lage zu bringen!

Sie sprechen von der mangelnden Rechtssicherheit. Meine Herren der Sozialdemokratischen Partei! Ich habe die Revolution im Jahre 1918 auch gesehen. Ich muß schon wirklich sagen, wenn wir nicht das Gefühl für das Recht hätten, dann wären wir nicht hier, und Sie säßen auch nicht da! Sie haben im Jahr 1918 sich gegen die gewendet, die Ihnen nichts getan haben. Wir beherrschten uns, gegen die uns zu wenden, die uns vierzehn Jahre lang gequält und gepeinigt haben. Sie sagen, die nationalsozialistische Revolution habe nichts ,mit Sozialismus zu tun, sondern der ‚Sozialismus‘ bestehe nur darin, daß man die ‚einzige Trägerin des Sozialismus‘, die SPD, verfolge. Sie sind wehleidig, meine Herren, und nicht für die heutige Zeit bestimmt, wenn Sie jetzt schon von Verfolgungen sprechen. Was ist Ihnen geschehen? Sie sitzen hier, und geduldig hört man Ihren Redner an. Sie reden von Verfolgung. Wer hat Sie denn bisher verfolgt? Sie sagen, Sie seien der einzige Träger des Sozialismus. Sie sind der Träger jenes geheimnisvollen Sozialismus gewesen, den das deutsche Volk in Wirklichkeit niemals zu sehen erhielt. Sie reden heute von Ihren Leistungen und von Ihren Taten. Sie erzählen, was alles Sie beabsichtigten. An den Früchten soll man auch Sie erkennen! Die Früchte zeugen gegen Sie! Wenn das Deutschland, das Sie in vierzehn Jahren zeugten, das Spiegelbild Ihres sozialistischen Wollens ist, dann, meine Herren, geben Sie uns gefälligst vier Jahre Zeit, um Ihnen das Spiegelbild unseres Wollens zu zeigen.

Sie sagen: ‚Sie wollen nun den Reichstag ausschalten, um die Revolution fortzusetzen.‘ Meine Herren, dazu hätten es wir nicht nötig gehabt, erst zu dieser Wahl zu schreiten, noch diesen Reichstag einzuberufen, noch diese Vorlage hier einbringen zu lassen. Den Mut, uns auch anders mit Ihnen auseinanderzusetzen, hätten wir, wahrhaftiger Gott, gehabt!

Sie sagen weiter, daß die Sozialdemokratie auch von uns nicht weggedacht werden kann, weil sie die erste gewesen sei, die diese Plätze freigemacht hätte für das Volk, für die arbeitenden Menschen und nicht nur für Barone oder Grafen. In allem, Herr Abgeordneter, kommen Sie zu spät! Warum haben Sie über diese Ihre Gesinnung nicht beizeiten Ihren Freund Grzesinski, warum nicht Ihre anderen Freunde Braun und Severing belehrt, die jahrelang mir vorwarfen, ich sei doch nur ein Anstreichergeselle! – Jahrelang haben Sie das auf Plakaten behauptet. – Und endlich hat man mir sogar gedroht, mich mit der Hundepeitsche aus Deutschland hinauszutreiben!

Dem deutschen Arbeiter werden wir Nationalsozialisten von jetzt ab die Bahn freimachen zu dem, was er fordern und verlangen kann. Wir Nationalsozialisten werden sein Fürsprecher sein; Sie, meine Herren, sind nicht mehr benötigt!

Sie sprechen weiter davon, daß nicht die Macht entscheidend sei, sondern das Rechtsbewußtsein. Dieses Rechtsbewußtsein haben wir vierzehn Jahre lang in unserem Volk zu erwecken versucht, und es ist durch uns erweckt worden. Allerdings, ich glaube nun einmal nach den eigenen politischen Erfahrungen, die ich mit Ihnen gemacht habe, daß das Recht allein leider noch nicht genügt – man muß auch die Macht besitzen! (…)

Soweit Adolf Hitler. Warum die Rede von Otto Wels Ihrer Meinung nach zu den „großartigsten Reden des Parlamentarismus“ gehören soll, erschließt sich mir nicht, während Hitlers Antwort mir sehr fundiert scheint. Im übrigen ist es nicht redlich, ausgerechnet um dieses Ermächtigungsgesetz einen immerwährenden Zirkus zu veranstalten, denn in der Geschichte gab es sowohl im Deutschen Reich als auch in anderen Staaten in Zeiten großer Krisen Notstandsgesetze, also sogenannte Ermächtigungsgesetze; und dieses „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ im März 1933 war sehr wohl berechtigt. Es wäre nur dann überflüssig gewesen, wenn in den vierzehn Jahren von 1919 bis 1933 die demokratischen Regierungen etwas greifbar Erfolgreiches hätten vorweisen können oder wenigstens eingeleitet hätten; das aber war nicht der Fall. Demokratien waren schon immer von Anfang an zum Scheitern verurteilt, wobei die Gegenwart den besten Anschauungsunterricht erteilt: Die demokratischen Parteien hatten von 1949 bis heute nicht vierzehn, sondern über 70 Jahre (!) lang Zeit, ihr Können zu beweisen; das Ergebnis ist nicht nur ein Trümmerfeld, das man wieder beseitigen könnte, sondern die absolute, nicht zu revidierende ethnische, geistige und kulturelle Vernichtung, vor der wir unmittelbar stehen.

Das Thema Ermächtigungsgesetz/Notverordnungen von damals und heute zum Vergleich: Just hier und jetzt werden Notverordnungen erlassen für eine Pandemie, deren Gefährlichkeit herbeigelogen wird. Dies ist ein kriminell erlassenes „Ermächtigungsgesetz“, das seinesgleichen sucht. Was aber nicht weniger kriminell und landesverräterischer ist, ist Merkels Handeln von je her. Ab September 2015 verübt Sie millionenfachen Rechtsbruch (Art 16a GG), indem sie ein Heer von fremden Völkern und Rassen in unser Land herein komplimentiert, unser Volksvermögen verschleudert und nicht nur das Restdeutschland, sondern ganz Europa zur afrikanischen Kloake macht; und dies unter Umgehung des Bundestages und o h n e Ermächtigungsgesetz!!! Ein Treppenwitz sondergleichen: Der Diktator Hitler handelte demokratisch, und die Demokratin Merkel nicht weniger despotisch als der Imperator Caligula. Und der Rechtsbruch und die Kloakierung unseres Vaterlandes dauern bis dato an und sollen weitergehen, bis Deutschland und das deutsche Volk endgültig vernichtet sind. Sogar demokratisch gewählte Ministerpräsidenten, wie z. B. Thomas Kemmerich (FDP) in Thüringen, die ihr nicht gefallen, erklärt sie en passant für nicht erwünscht! Wo sind denn jetzt die demokratischen Parteien, die schon damals von Hitler zurecht als Versager angeprangert wurden? Sind sie dieser politischen Ausgeburt Merkel in den Arm gefallen? Nicht doch! Wie Eunuchen vor dem Sultan in Bauchlage, so krochen und kriechen sie um das Stasi-Weib herum und stimmen der Völker und ihrer eigenen Vernichtung zu. Und wenn sie meinen, etwas kritisieren zu müssen, dann ist es – das Ermächtigungsgesetz von 1933!

Es scheint mir, als hätten Sie in der politisch korrekten Darstellung von Vergangenem den Blick für die Gegenwart verloren. Auch Ihre folgende Passage führt zu dieser Vermutung: „Die Regierung Hitler nutzte diese diktatorische Machtfülle ohne zu zögern aus. In einem Reigen von Gesetzen, die sie jetzt ohne Zustimmung des Reichstages erlassen konnte, beseitigte sie die Weimarer Demokratie. Die Länder wurden gleichgeschaltet, Gewerkschaften, Parteien, Verbände und Jugendorganisationen nach und nach verboten bzw. gedrängt, sich aufzulösen.“

Haben Sie denn immer noch nicht realisiert, daß sich die Weimarer Demokratie als Blindgänger erwiesen, und daß in der gegenwärtigen Demokratie um kein Jota weniger gleichschaltet wird, als es unter dem Nationalsozialismus geschah? Der Unterschied besteht darin, daß damals deutschfeindliche und das Volk spaltende Organisationen verboten wurden, während heute Deutschland liebende, das heißt patriotische Organisationen und Verbände verfolgt und verboten werden. Ob die Hilfsorganisation für nationale Gefangene (HNG) oder die Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ), die Deutsche Reichspartei (DRP), die Wiking Jugend und so weiter und so fort, – alles wurde und wird verboten; und was nicht verboten werden kann, weil es sich auf privatem Grund befindet (wie z. B. die einzige Gedächtnisstätte für deutsche Opfer in Guthmannhausen), wird kriminalisiert und terrorisiert. Die deutschfeindliche gleichgeschaltete Lügenpresse brauche ich wohl nicht besonders zu erwähnen. Oder sollten Sie von dieser auch noch nichts gehört haben?

Wenn Sie ferner schreiben, „Skeptische Katholiken irritierte Hitler durch den Abschluß des Konkordats mit dem Vatikan“, dann können nur jene Katholiken gemeint sein, die Punkt 24 des Parteiprogramms der NSDAP nicht kannten, wo es u. a. heißt: „Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden.“ Oder jene, die Hitlers Aufruf an das Volk, ausgestrahlt von den Volkssendern am 1. Februar 1933, nicht gehört hatten, wo er unter anderem sagte: „So wird es die nationale Regierung als ihre oberste und erste Aufgabe ansehen, die geistige und willensmäßige Einheit unseres Volkes wiederherzustellen. Sie wird die Fundamente wahren und verteidigen, auf denen die Kraft unserer Nation beruht. Sie wird das Christentum als Basis unserer gesamten Moral, die Familie als Keimzelle unseres Volks- und Staatskörpers in ihren festen Schutz nehmen.“ Natürlich konnte Hitler nicht voraussehen, daß sich sowohl katholische als auch Evangelische Kirche zu profanen deutschfeindlichen Parteien entwickeln würden, letztere zusätzlich mit pornographischem Inhalt angereichert, sonst hätte er uns allen das großzügige Reichskonkordat erspart.

Die deutschen Konzentrationslager durften bei Ihrer Dokumentation natürlich nicht fehlen. Allerdings vermisse ich den Hinweis, daß jedes kriegsführende Land Konzentrationslager hatte, die ersten Konzentrationslager nach dem I. WK auf europäischem Boden polnische KL waren, und daß die deutschen KL n a c h dem 2. WK. von den Alliierten weiterbetrieben und die „befreiten“ Deutschen zu Hunderttausenden zu Tode gequält wurden: allein in den ca. zwanzig Rheinwiesenlagern ließen die Westmächte über 1 Million Deutsche, darunter auch zahlreiche Frauen, verrecken, die im stalinistischen Gulag gar nicht mitgerechnet. Polens Tötungsbetrieb nach dem Kriege fand in nicht weniger als 1255 Lagern statt2, der tschechische in 2061 Lagern3. Aber da Sie das KL Dachau schon erwähnt haben, wo bleibt der Hinweis auf den Massenmord an Hunderten von unschuldigen Deutschen bei der „Befreiung“ dieses Lagers durch die Amerikaner?

Wie Sie sich zum Thema „Holocaust“, Auschwitz und zu den „Massentötungen außerhalb der Lager, z. B. durch Erschießungen“ ausgelassen haben, nun, da erspare ich mir besser jeden Kommentar und lasse es bei der Bemerkung bewenden: Josef Schuster oder Charlotte Knobloch hätten es nicht „besser“ machen können. Im übrigen, wer sich nicht blamieren will, der macht sich mit dem Studium der revisionistischen Literatur sachkundig (eine Medaille hat immer zwei Seiten), und zwar bevor er im Sinne der hier den Ton angebenden Anti-Deutschen das eigene deutsche Vaterland diskreditiert oder gar diffamiert. Ich meine, das ist nur recht und billig und nicht zuviel verlangt.

Auch die folgenden zwei Sätze sind nicht geeignet für seriöse Geschichtsvermittlung: „Hitler war im Sommer 1941 auf dem Höhepunkt seiner Macht. In dieser Situation befahl er den Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941.“

Für den, der von Geschichte keine Ahnung hat, heißt das nichts anderes als: Weil Hitler 1941 auf dem Höhepunkt seiner Macht war, befahl er so mir nichts, dir nichts, eben aus Machtgelüsten, den Angriff auf die Sowjetunion. Ich brauche Ihnen gewiß nicht zu sagen (denn sie wissen es selbst), daß es ein Präventiv-Angriff auf die Sowjetunion war, die mit einer ungeheuren Militärmacht an ihrer Westgrenze bereitstand, um Deutschland und Westeuropa bis an die französische Nordseeküste zu überrollen. Mit solchen Geschichten, die Sie von sich geben, sehr geehrter Herr Fritsche, tun Sie sich doch keinen Gefallen.

Ich gehe davon aus, daß Sie die hier von Ihnen bewertete Geschichte soweit kennen und demnach wissen, daß Ihr folgender Satz: „Daß Hitler in den nächsten Jahren [womit Sie ab 1936 meinten, d. V.] auf eine kriegerische Auseinandersetzung hindrängte, wissen wir heute aus Kenntnis der Archive genau“, schlicht und einfach die Unwahrheit ist (ich vermeide bewußt das Wort „Lüge“). Wenn Sie auf Ihrer Meinung beharren, dann nennen Sie bitte auch nur ein Dokument für Ihre Behauptung. Es gibt keinen einzigen seriösen Historiker, dem, eben durch Kenntnis der Archive, mittlerweile nicht bekannt wäre, daß Hitler langmütig und geduldig um einen Ausgleich mit den chauvinistischen Polen gerungen hatte, bis er gar nicht mehr anders konnte, als zum Schutz der drangsalierten Deutschen den Präventivschlag gegen Polen zu führen. Es ist Ihnen doch sicher kein Geheimnis, daß Polen, obgleich 1916 vom Deutschen Reich und Österreich-Ungarn zum Staat verholfen, gleich nach dem I. Weltkrieg Zig-Tausende Deutsche vertrieben und viele ermordet hatte, und daß polnische Insurgenten unter Korfanty, trotz Volksabstimmungen zugunsten Deutschlands, sich das deutsche Oberschlesien aneignen wollten; mit den bereits geraubten deutschen Landen Posen und Westpreußen, dem „Korridor“, war Polens Raubgier noch lange nicht befriedigt. Und als die Nationalsozialisten regierten, da träumte das größenwahnsinnige Polen, von England angestachelt, von der Einnahme Berlins und der Einverleibung fast des ganzen Deutschen Reiches.

Mit Recht sprechen Sie vom „Anschluß“ Österreichs an das Deutsche Reich, den der deutschösterreichische Bruderstamm ja schon gleich nach dem I. Weltkrieg, aufgrund des Selbstbestimmungsrechtes, angestrebt hatte, ihm von den Berufsdemokraten bekanntlich aber verweigert wurde. Warum aber bezeichnen Sie den Anschluß des Sudetenlandes an Deutschland, das auch völkerrechtlich durch das Münchner Abkommen abgesegnet war, als „Annexion“??? Unter Annexion versteht man eine widerrechtliche, gewaltsame Aneignung von fremdem Land. Wie eingangs schon erwähnt, bin ich Vertriebener, geboren in der Iglauer Sprachinsel, und möchte mir freundlich aber bestimmt diese falsche Darstellung verbitten. Das Sudetenland war, ist und bleibt deutsches Land! Und ich bekenne offen, Adolf Hitler und den Nationalsozialisten dankbar zu sein, denn der Völkerbund hatte uns verraten, und nur sie allein nahmen sich unserer Not an.

In Ihrer Passage über den alliierten Bombenkrieg schreiben Sie völlig richtig: „Er stellte den ersten Versuch einer neuen Art von Bombardement dar, mit dem die Zahl der zivilen Toten besonders wirkungsvoll erhöht werden konnte. Ein solcher Angriff traf z. B. fünf Monate später Dresden.“

Das war ’s dann auch schon, was Sie über Dresden zu sagen hatten, obwohl das furchtbare Los dieser Stadt, dieses Elb-Florenz, durch den gezielten Massenmord an mindestens 250.000 Zivilisten, nur mit Hiroshima und Nagasaki vergleichbar ist. Nahmen Sie Rücksicht auf die Lügen der Hofhistoriker, welche die Opferzahl auf ein Zehntel minimierten? Dafür gaben Sie die Bombenopfer von Darmstadt an: „Allein in dieser Nacht verloren über 5000 Menschen im Feuersturm ihr Leben.“ Warum mußten sie diese Opferzahl um mehr als die Hälfte der tatsächlich Umgekommenen verringern? Da kommt ja die ansonsten politisch korrekte Enzyklopädie Wikipedia der Wahrheit näher und gibt die zu Tode Gebombten mit 11500 an. Auch die Gesamtzahl der deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors geben Sie mit „mindestens 500.000“ an, obgleich nach „amtlichen Unterlagen wenigstens 593.000 Zivilisten getötet“ wurden.4 Falls Sie der Meinung sind, Korrekturen wie diese seien Beckmesserei, dann ist dies nicht der Fall, weil aus dieser Angabe, wie aus fast allen anderen Ihrer Angaben der Trend zu ersehen ist, zu Lasten Deutschlands und der Wahrheit die Erwartungshaltung der offiziellen Geschichtsklitterer zu erfüllen.

Abschließend gebe ich zu bedenken: Die Jugend ist naturgemäß die Zukunft eines jeden Volkes. Die Zukunft aber wird verspielt, wenn die Jugend geschichtlich belogen, betrogen und gegen das eigene Volk aufgehetzt wird. Genau dies aber geschieht von offizieller Seite massiv. Gerade deshalb wäre es die oberste Pflicht eines jeden Deutschen – und nicht zuletzt die Pflicht des BdV! – die Jugend wahrhaftig aufzuklären. Alle Rücksichten jedweder Art – selbstverständlich auch pekuniäre, die bekanntlich leider oft eine große Rolle spielen – sind da fehl am Platze. Eine geschichtliche Darstellung, sofern sie sich „zeitgeschichtliches Dokument“ nennen will, darf nicht vom verlogenen deutschfeindlichen Zeitgeist angekränkelt sein. Ich bitte Sie, darüber nachzudenken.

Mit freundlichen Grüßen

gez. R. Heuschneider

1„Man kann sagen, daß der Friedensvertrag von Versailles den ewigen Krieg organisiert.“ Jacques Bainville, Frankreichs Kriegsziel, S. 57; Quelle: „Völkermord an den Deutschen“, Günter Zemella

2Auge um Auge, John Sack, Kabel-Verlag 1995

3Völkermord an den Deutschen, Günter Zemella, Klosterhaus-Verlag 2020

4Und Deutschlands Städte starben nicht, David Irving, Schweizer Verlagshaus, Zürich, 1967

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4 Gedanken zu “Zeitgeschichtliches Dokument?

  1. Nun, das ist doch mal was. Abgeordneter der SPD bestätigt die Kriegschuldlüge ….

    Reichskonkordat, dazu sollte man wissen, daß Mitglieder der NSDAP von der Exkommunikation betroffen waren, so wie auch die Kommunisten, was aber z. B. im Fall des heute ‚Grünen‘ MP-Darstellers von BW, Kretschmann, niemanden in dem Bethaufen Kath. Kille mehr interessiert. Heute interessiert bei den Massenaustritten aus eben diesem Betverein keinen mehr, ob er exkommuniziert werden würde, im Gegenteil. Damals war das, besonders in ländlichen Regionen, noch etwas ganz anderes.
    Dann sollte man sich vergegenwärtigen, daß dieser fromme Bet-Haufen sich bereits in den ersten fünf Jahren des Reichskonkordats ein Gebiet in der Größe des Gaus Thüringen unter den Nagel gerissen hat. Siehe https://archive.org/search.php?query=Germann%2C%20hanns oder https://www.youtube.com/watch?v=ZZ7xVqYQ_VQ
    Von den Kinderschändungen beider ‚Konfessionen‘ ganz zu schweigen.
    Hat Silbermuffe Kevin allein zuhaus nicht vor einiger Zeit eine Abtreibungsregelung bis unmittelbar vor der Geburt gefordert?
    Wenn manch einer die Fratze seines Innenlebens im Spiegel erblicken würde, er würde schreiend nach dem Telefon suchend die Polizei anrufen.
    Doch wer die als Müllhaufen tituliert oder sieht, muß sich nicht wundern, sich dann ggf. auf sich selbst gestellt wiederzufinden.
    Auch auf sog. ‚christliche Nächstenliebe‘ kann man sich dann nur schlecht berufen oder daran appellieren, nicht wirklich.

    Man muß bedenken, der Mann des BdV lebt auch nicht nur von Luft und Liebe allein. Die Luft ist voller CO2 und die Liebe ist ihm wohl auch nicht wirklich hold.
    Das entschuldigt nichts, erklärt manches, denn wessen Brot man ißt oder essen möchte, dessen Lied man sing(k)t.

    HerzLicht

    Gefällt 1 Person

  2. Mit dem Aussterben der Erlebnisgeneration hat sich auch der BdV weitgehend vom Deutschtum abgekehrt. Nachfolgende Generationen müssen – wegen nicht vermitteltem Wissen und meist fehlendem eigenen Bemühen darum – zu geschichtlichen Ereignissen oft spekulieren. Die Rede von Otto Wels war im Vergleich zu heutigen dieser demokratischen Parteien sicherlich besser. Daß er Verfehlungen auch der SPD während ihrer „Mitverantwortung“ in der Weimarer Republik unterschlug und erst in der Antwort Adolf Hitlers darauf hingewiesen wurde, ist parlamentarischer Alltag. Welsens Rede aber als weitsichtig zu bezeichnen, weil die Sozialdemokratie aus den neuen Verfolgungen neue Kraft schöpfte, ist Populismus.
    Die Aussage Fritsches, daß die NSDAP für den Reichstagsbrand verantwortlich sei, um mit einer Notverordnung Verhaftungen von Kommunisten einzuleiten, müßte er beweisen. Mit der Hoffnung, in einem Prozeß einen Nachweis für die Beteiligung der NSDAP zu bringen, überschätzt er die Justiz. Wie heute war es auch damals schwierig, etwaiges kriminelles Handeln von Regierung und den sie stellenden Parteien zu ahnden. Nach Aussagen von SD-Angehörigen war die Justiz auch damals weitgehend im Sinne der Regierenden tätig. Da sich bis heute kein Antideutscher an eine Verbindungskonstruktion Reichstagsbrand-NSDAP gewagt hat, scheidet diese Möglichkeit wohl aus. Ob trotz großer parlamentarischer Mehrheit Notverordnungen und Ermächtigungsgesetz nötig waren, ist heutigen Generationen, die die jahrzehntelange zerstörerische Tätigkeit von SPD und KPD und deren Unterstützung aus dem Ausland dafür – zweifellos als Landesverrat zu bezeichnen – nicht erlebt haben, nicht mehr begreifbar zu machen. Linken Verrat bemerken sie heute oft als normal und grenzenlos wohltuend.
    Wie Schule, Politik, Medien dabei vorgehen, deutet das Zitat eines Kundgebungsredners an: „Das Fernsehen ist nicht die Wahrheit. Das Fernsehen ist nichts weiter als ein gottverdammter Rummelplatz. Das Fernsehen ist ein Zirkus, ein Jahrmarkt, eine Reisetruppe von Artisten, Jongleuren, Tänzern, Sängern, Abnormitäten, Löwenbändigern und Fußballspielern. Das Gewerbe ist da, um die Langeweile zu vertreiben. Von denen werdet ihr nie die Wahrheit hören, die lügen wie die Teufel. Die erzählen euch, Corona sei eine verheerende Pandemie, ihr müßt Folge leisten, um eure Mitmenschen nicht zu gefährden. Und sie schönen Statistiken, was das Zeug hält. Sie erzählen euch jeden Scheiß, den ihr hören wollt. Die handeln mit Illusionen. Nichts davon ist wahr. Doch ihr fangt an, den Blödsinn zu glauben, den die da verzapfen. Ihr fangt an zu glauben, daß die Röhre die Wirklichkeit und eure eigene Wahrnehmung unwirklich ist.“
    Noch in der DDR haben die meisten Bürger ihrer Wahrnehmung eher getraut als dortigen Medien. Wie leicht aber selbst halbwegs gefestigte Leute bei unerwarteten Ereignissen zu verunsichern sind, wurde mit der Grenzöffnung 1989 deutlich. Obwohl in größeren BRD-Städten nicht wenige Obdachlose campierten, war bei DDR-Bürgern die Wahrnehmung dafür kaum vorhanden. Im Gegenteil brachten sie die D-Mark mit Wohlstand in Verbindung, der nun auch sie erreichen könnte. Als 1990 bereits viele ihre Arbeit verloren hatten, drängte es insbesondere vorher materiell Gutgestellte nicht zur Korrektur ihrer Ansichten, geschweige denn zu selbständigem, vielleicht sogar organisiertem Widerstand mit Ähnlichdenkenden. Selbst als ihnen ihre Wochenendhäuser wegen der Anordnung „Rückgabe vor Entschädigung“ abhanden kamen, versuchten sie sich weiter anzupassen, um wenigstens noch die Arbeit zu behalten und nicht aufzufallen – es hätte ihnen auch kaum jemand zugehört. Nur wenige begannen, ernsthaft nach möglichen Ursachen und Wegen zu suchen, sich weiterzubilden, die „National-Zeitung“ oder andere deutsche Zeitungen zu lesen.
    Auch heute finden diese „Büroleute“ nur selten den Weg zu Kundgebungen – sie bleiben unfreie Eigenbrötler. Wie sich freie Bürger verhalten, kann auf den seit 2014 regelmäßig in Halle von Sven Liebich organisierten Kundgebungen gesehen werden – die Direktheit, das Wissen, der Humor, die Schlagfertigkeit im argumentativen Austausch sind bemerkenswert. Gibt man in eine Suchmaschine „Der echte Sven Liebich“ ein, gelangt man zu seinem Kanal, auf dem die Veranstaltungen in Bild und Ton zu sehen sind, fast immer gibt es auch Direktübertragungen – wirklich ein Erlebnis. Heute begann ein gegen ihn angestrengter, eher politisch motivierter, auf 3 Tage angesetzter Prozeß, in dem es um einige von ihm auf den Kundgebungen getätigte Äußerungen geht. Im vor Prozeßbeginn von ihm aufgenommenen Video sind seine in Halle gegen ihn agierenden Gegner zu sehen. Dazu zählen Vertreter etablierter Medien, von mit Steuergeld betriebener Vereine, von Religionsbetreibern. Wer Zeit hat und in Halle oder Umgebung wohnt, sollte am Justizgebäude in der Thüringer Straße für einige Zeit vorbeikommen, um seine Unterstützergruppe größer werden zu lassen. Herr Fritsche und andere BdV-Funktionäre werden einem wahrheitsverkündenden, widerständigen deutschen Landsmann kaum zu Hilfe eilen – so wenig, wie die materiell Interessierten 1990 in der DDR.

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