Organspende für bzw. von Neonazis

Laut Nachrichtenagentur AFP sind zum Ende dieses Jahres die Organspender in der BRD wieder leicht gestiegen, woran ich allerdings keinen Anteil habe. Für mich, als verantwortungsbewußten Neonazi, kommt Organspende nämlich nicht in Frage. Neonazi? Falls Sie nicht wissen sollten, was „Neonazi“ bedeutet: es ist der Sammelbegriff für Personen, „die in irgendeiner Art und Weise dem politisch rechten Spektrum zuzurechnen sind“, so der Bescheid vom 25. 10. 2000 des Staatsanwalts Zöllner von der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Sie haben noch immer keine Ahnung, warum Neonazis keine Organe spenden sollten? Auch ich hatte keine, bis mir ein hoher Angestellter der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) die Augen öffnete. Diesen hatte ich einst schriftlich gebeten, mir mitzuteilen, warum die Krankenkasse sich mit der Wumba-Wumba-Pop-Aktion „Rhythmus gegen Rassismus“ am Krampf „gegen Rechts“ beteilige und somit ihre Aufgabe, nämlich durch Krankenversicherung das Gesundheitswesen zu fördern, für politisch korrekte Zwecke mißbrauche. Der gute Mann klärte mich auf, die „Rechten“ seien gefährliche Böslinge, und daß – so wörtlich: „rechte Gewalt vielen Menschen Angst macht. Die Folgen sind Unsicherheit, eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit bis hin zu einer Zunahme von seelischen und körperlichen Erkrankungen.“ Daß rechte Gewalt Angst macht und zu Erkrankungen führt, linke Gewalt hingegen Freude verursacht und Heilerfolge erzielt, war mir zwar neu, aber die Allgemeine Ortskrankenkasse muß es ja wissen. Und mit einem Mal fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Wenn Neonazis, also Individuen, die, wie seinerzeit die Hexen im Mittelalter, heute Angst und Schrecken und natürlich Krankheiten verbreiten, wer will schon die Garantie übernehmen, daß sie nach ihrem Tode auch wirklich Ruhe geben? Könnte es nicht sein, daß der Organismus eines politisch korrekten Herz- oder Nierenempfängers das Spenderorgan eines Neonazis angeekelt abstößt, der Gutmensch also noch von dem toten Neonazi verhöhnt und geschädigt wird? Und umgekehrt: darf ein Neonazi-Leben durch Organspende überhaupt gerettet werden? Damit dieser Unhold hinterher weiter sein Unwesen treiben, vielleicht sogar einen schutz- und heilbedürftigen Exoten infizieren kann? Sollte er vielleicht als Organempfänger nur dann in Frage kommen, wenn er vor der Transplantation seinem Neonazi-Dasein abschwört? Oder ist die von einem toten Neonazi ausgehende Organvergiftungsgefahr erst dann mit Sicherheit gebannt, wenn das Herz, wie bei Dracula, mit einem Holzpflock durchbohrt wird? In letzterem Falle wäre die zermanschte Blutpumpe natürlich nicht mehr verwendbar (eventuell noch die anderen Organe).

Meine Anfrage wegen dieses ungelösten Problems hat der oben genannte Krankenversicherungsmensch unverständlicherweise nicht beantwortet. Ich meine aber, solange hier nicht zweifelsfrei Klarheit herrscht, sollte jeder rechtschaffene Neonazi von einer Organspende Abstand nehmen. In diesem Sinne: Prosit Neujahr!

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